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Therapeutisches Reiten und Voltigieren
im Reittherapiezentrum Hünxe

Marion Hülser und Beate Rosenbleck
Reitpädagoginnen und Reittherapeutinnen
Unser Leitbild

"Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten".
Dies sagte Aristoteles schon vor mehr als 2350 Jahren. Wir haben Freude an unserer Arbeit, am Umgang mit Pferden und mit Menschen.
Am Anfang war die Freude am Pferd - eine ganz persönliche Freude, die aus der Beziehungserfahrung zwischen Pferd und Reiter resultiert, einer sehr engen Beziehung, die mehr gefühlsmäßiger als intellektueller Natur ist. Die menschliche Sprache ist nicht erforderlich, um mit dem Pferd zu kommunizieren. Es reicht der Tastsinn, das Spüren von Bewegung, das Genießen der körperlichen Wärme - das Pferd kann eigene Emotionen übertragen und jene der anderen empfangen und darin schwingen.
Ein Pferd taxiert sein Gegenüber nicht - auf Menschen mit einem Handicap reagiert es weder mit Ablehnung noch mit Scheu oder Unverständnis, jeder wird gleichermaßen akzeptiert. Die mehr oder minder starke Behinderung, die im Alltag so oft spürbar und in den Blicken der anderen abzulesen ist, löst sich im Umgang mit dem Tier geradezu auf. Deshalb wird das Pferd nicht als bewegliches Übungs- und Turngerät angesehen, es ist ein vorbehaltloser und verlässlicher Freund, der gerade auf Kinder stark anziehend und motivierend wirkt. Eine Therapie wird als solche nicht wahrgenommen.

Anna auf Pablo
"Fräulein Smilla"


Aus diesen Erfahrungen ergaben sich bald Anknüpfungspunkte an unsere pädagogischen Berufe - der Wunsch lag nahe, die vielfältigen positiven Einwirkungsmöglichkeiten, die ein Pferd auf kranke wie gesunde, auf junge wie alte Menschen ausübt, zu kanalisieren und systematisch einzusetzen. Die Idee des therapeutischen Reitens und Voltigierens bei uns in Hünxe war geboren. Ausgerüstet mit spezifischen Zusatzqualifikationen arbeiten wir mittlerweile seit über 20 Jahren als Reittherapeutinnen mit zur Zeit 5 Pferden, die bei uns in der so genannten Gruppen-Offenstall-Haltung leben. Alle Pferde sind als Therapiepferde ausgebildet und sind in Bezug auf Charakter, Temperament und Zuverlässigkeit sorgfältig ausgesucht.

Zu uns kommen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, mit und ohne Behinderungen. Es ist auch ganz gleich, ob man aus Spaß am Reiten oder Voltigieren kommt, ob man das Ziel hat, bestimmte Fähigkeiten auszubauen oder vorhandene Defizite oder Störungen auszugleichen: Umgang und Arbeit mit dem Pferd fordern und fördern jeden Menschen ganzheitlich. Wer bei uns mitmacht, kann das in dem Umfang und auf die Art machen, wie es ihm möglich ist: alleine oder in der Gruppe, sportlich oder gemütlich, ehrgeizig oder eher gelassen. Unser pädagogisches Konzept beinhaltet Transparenz und Konsequenz, jeder weiß, worauf er sich einlässt und welche Verpflichtungen er eingeht.
Schließlich ein weiterer grundlegender Aspekt unserer "Betriebsphilosophie": Alle unsere Pferde sind wertvolle Freunde und unverzichtbare Partner, keine Arbeitsgeräte, die man nach Ablauf der "betriebsüblichen Nutzungszeit" ausmustert. Alle Pferde sind solange "in Arbeit" wie sie das gut verkraften können. Wenn sie dann in Rente gehen, bleiben sie bei uns bis zum Ende.